24.09.2017 | 13:58


Liebesobhut

Es sucht die irrende Seele Dich,
Du, die mir Ungenannte, Ungenannter,
sehnt im Innersten sich,
in deinen Ozean des Seins hinabzusinken,
an deinem Quellgrund sich anzubinden.

Dort wie verwandelt, unbeschwert und frei,
auf dem Meere mit dem Winde,
kreuz und quer zu gleiten,
kann, auch im Sturm,
ich Ruhe in Dir finden.

Und des Nachts am Himmelssaum des Sternenglitzerns,
hör ich deine Stimme liebevoll mir zuflüstern:
»Ich bin bei Dir«,
entdecke über der geraden Linie
des unsichtbaren Horizonts,
das weisende Licht an Land -
kann meinen Lebenssinn in Dir wiederfinden.

Rüdiger Kendziora

aus »AUSGEWÄHLTE WERKE XIX«

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