19.01.2017 | 01:10


 


Es tagt

In die abgrundtiefe Stille,
Ohne Licht und ohne Fülle,
Platzt die Neugier, keimt der Wille,
Erwirbst du Leben und die Hülle.

Wenn man erst einmal geboren,
Ist die Freiheit schon verloren,
Zum Helden von euch auserkoren,
Aufgezogen an den Ohren.

Für ein Schloss am Meeresrand
Braucht es Träume und auch Sand.
Eingegraben in den Strand:
Vaters Füße, Mutters Hand.

Die Erinnerung verwischt
Des Sturmes Toben, Meeres Gischt.
Im Turm das Leuchtfeuer erlischt,
Wenn der Morgenwind auffrischt

Werner Tschirch

aus »AUSGEWÄHLTE WERKE XIX«

Name:
Passwort:
 

Passwort vergessen?

Jetzt registrieren!

schließen