28.09.2016 | 17:36


 


Ein Hauch von Nebel

Als ich ging, streichelte mich der Duft deiner warmen Haut
wie ein Hauch von Nebel, der in der aufgehenden Sonne den Wiesen entsteigt,
noch geziert vom Schlaf der nächtlichen Stunden
wie dem Nebel gleich, der über Nacht in den Wiesen weilte.

Als ich fuhr, sah ich die Nebel aus den Sümpfen entsteigen,
wie deine Augen sich von der Trägheit der Nacht befreien,
wie die Sonne die Tropfen beim Steigen verzehrt,
fast wie dein Körper, wenn er sich gegen das Erwachen des Tages rührt.

Als ich fort war, suchten meine Gefühle nach der Wärme deiner Haut,
der Nebel liegt hinter mir und ich habe nicht mehr zurückgeschaut,
und so findet sich langsam wieder in meinen Worten ein Reim dann ein,
wie kann die Welt doch im Nebel so friedlich sein.

Als ich verweilte in der Hast, die der Alltag mir beschert,
in Gedanken an den morgendlichen Nebel deiner Haut noch betört,
fand ich Ruhe für die verbleibenden Stunden die ich muss verweilen,
bis ich endlich wieder zu dir kann eilen.

Als ich zurückgekehrt und dich in den Arm genommen,
war auch die Luft gekühlt und hat Tropfen bekommen,
die den nächsten Nebel bilden über den Wiesen umher,
wie liebe ich die Wärme deiner Haut so sehr.

Thomas Ringhoff

aus »AUSGEWÄHLTE WERKE XVIII«

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