22.08.2017 | 18:50


Berlin - das bundesweite Kulturzentrum

Berlin - das bundesweite Kulturzentrum

Berlin gilt als Weltstadt der Kultur, Politik, Medien und Wissenschaften. Die Universitäten, Forschungseinrichtungen, Sportereignisse und Museen Berlins genießen internationalen Ruf. Zu Recht trägt die Metropole daher den UNESCO-Titel Stadt des Designs und ist eines der meistbesuchten Zentren des Kontinents. Berlins Architektur, Festivals, Nachtleben und vielfältige Lebensbedingungen sind weltweit bekannt. Durch den Reichtum an Angeboten und Möglichkeiten entwickelte sich die Stadt zur flächengrößten Metropolregion Deutschlands mit stetig wachsender Einwohnerzahl.

Überblick über die literarische Vielfalt der Hauptstadt

Kultur nimmt in Berlin einen hohen Stellenwert ein. Sowohl die Kunst in allen Erscheinungsformen als auch die Literatur sind in der Stadt reichlich vorhanden.
Die bedeutendste Institution im Bereich der Wortkunst stellt dabei das 1986 in West-Berlin eröffnete Literaturhaus dar. 
Heute wendet sich die Einrichtung sowohl an Ortsansässige als auch Besucher, die an deutscher und internationalen Literatur interessiert sind wie auch an der Geschichte der literarischen Moderne und ihren Konflikten mit der Politik. 
Der Verein beschäftigt sich gleichermaßen mit Gedichten, poetischen Texten, erzählender Prosa sowie Romanen, Essays, Tagebüchern und Briefen, Sachbüchern und wissenschaftlichen Untersuchungen im Bereich der ästhetischen, literarischen, zeitgeschichtlichen, gelegentlich auch kulturgeschichtlichen, soziologischen und sogar naturwissenschaftlichen Themen. Interessierte können sich in Autorenlesungen, Vorträgen, szenischen Lesungen und Diskussionen mit Gleichgesinnten austauschen und literarische Neuheiten für sich entdecken.
Neben den zahlreichen jährlich stattfindenden Veranstaltungen des Hauptprogramms bietet das Literaturhaus zusätzlich Ausstellungen sowie weitere Projekte in seinen Räumen an.

Literaturfreunde kommen auch in den mehr als 15 verschiedenen Bibliotheken und Archiven der Stadt, darunter Institutionen benannt nach namhaften Persönlichkeiten der Geschichte wie E.T.A. Hoffmann sowie Jacob und Wilhelm Grimm, auf ihre Kosten. Ihre Vernetzung mit Schulen, Kitas und anderen Bildungspartnern macht sie zu einem wichtigen Partner für die kulturelle Bildung. Mit jährlich über 9 Millionen Besuchen sind sie die meistbesuchten Kultureinrichtungen der Stadt.

Unsere 7 persönlichen Besichtigungstipps in Berlin
1. Akademie der Künste
1696 wurde die Akademie der Künste von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg, dem späteren preußischen König, gegründet. Heute vertritt sie Freiheit und Anspruch der Kunst gegenüber Staat und Gesellschaft. Die Mitarbeiter haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Kunst zu fördern und der breiten Masse näher zu bringen.
Die Veranstaltung regelmäßiger Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Theater- und Tanzvorführungen, Film- und Hörspielpräsentationen, Tagungen, Symposien, Podiumsdiskussionen sowie Colloquien ist auf mehrere Berliner Standorte aufgeteilt. Der repräsentative Neubau am Pariser Platz ist Sitz des Präsidialbereichs, des Programmbüros, der Sektionen und der Kommunikationsabteilung. Dort werden im Auftrag des Landes Berlin der jährliche Kunstpreis sowie eine Reihe weiterer Auszeichnungen verliehen.
Im ehemaligen West-Berliner Stammhaus am Hanseatenweg in Berlin-Tiergarten sitzen die Verwaltung, die Junge Akademie, die Redaktion der Literatur- und Kulturzeitschrift "Sinn und Form" sowie das Studio für elektroakustische Musik. Zudem gibt es weitere Archive und Lesesäle, beispielsweise das Baukunstarchiv in Charlottenburg, das Walter Benjamin Archiv in der Luisenstraße in Mitte und den zentralen Lesesaal am Robert-Koch-Platz in Mitte.

2. Alexanderplatz
Der Alexanderplatz, im Volksmund auch „Alex“ genannt, ist ein zentraler Platz und Verkehrsknotenpunkt in Berlin-Mitte. Er ist einer der meistbesuchten Plätze und zugleich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Alexanderplatz vom Militär als Parade- und Truppenübungsplatz genutzt, Händler und Bauern der Region handelten hier mit ihren Waren. Seinen heutigen Namen verdankt der Alexanderplatz König Friedrich Wilhelm III., der ihn anlässlich des Besuchs des Zaren Alexander im Jahr 1805 zu dessen Ehren umbenannte.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges kam es am Alexanderplatz zu verheerenden Zerstörungen. Deshalb wurde im Frühjahr 1964 ein Wettbewerb zur Neugestaltung ausgerufen. Der Entwurf des Gewinners sah zwei Kernpunkte für die Neugestaltung vor: die Befreiung vom fließenden Verkehr und eine strukturelle Verbesserung für Fußgänger.
Seit 1969 zieren einige der markantesten Gebäude den Alexanderplatz, darunter das Centrum-Warenhaus (heute Galeria Kaufhof), das ehemalige Hotel Stadt Berlin, die Weltzeituhr und der Brunnen der Völkerfreundschaft. Im gleichen Jahr wurde nach vier Jahren Bauzeit der Fernsehturm eingeweiht, der mit 365 Metern heute das höchste Gebäude der Bundesrepublik ist.

3. Bertolt-Brecht-Haus
Das Brecht-Haus wurde nach der Rückkehr aus dem Exil der Wohnort des berühmten Lyrikers Bertolt Brecht. Auch die Schauspielerin Helene Weigel bewohnte zeitweilig das Haus in der Chausseestraße 125. Heute können Besucher dort die Räume im Originalzustand besichtigen.
Bertolt Brecht lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1956 in der ersten Etage des Seitenflügels und Hinterhauses. Ihn hatten vor allem die Nähe zum Berliner Ensemble, zur Akademie und die historischen Friedhöfe nebenan bewogen, diese Wohnung zu beziehen. Die Größe der Zimmer bot Brecht ausreichend Platz für viele Arbeitstische und Raum für Gespräche mit seinen Schülern.
Der letzte Wohnort wurde zu Brechts 80. Geburtstag am 10. Februar 1978 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute beherbergt das Haus die Nachlassbibliothek des Lyrikers, die mehr als 4.000 Bücher umfasst, sowie drei Räume im Originalzustand, deren Besuch aber nur über eine Führung möglich ist.

Weitere Einrichtungen des Brecht-Hauses sind das Bertolt-Brecht-Archiv mit dem Helene-Weigel-Archiv, die ebenfalls zum Archiv der Akademie der Künste gehören, sowie das Literaturforum im Brecht-Haus.

4. Haus der Kulturen der Welt
Das Haus der Kulturen mit seiner ungewöhnlichen Architektur ist ein wichtiger Kulturort in Berlin.
Das 92x96 Meter messende Sockelgeschoss beherbergt auf drei gegeneinander versetzten Ebenen die große Empfangshalle, eine Cafeteria, einen Theatersaal mit 400 Sitzplätzen, einen Ausstellungsbereich und weitere Räume für Kongresse, Seminare und die Verwaltung sowie ein zweigeschossiges Restaurant. In der eigentlichen Halle ist das Auditorium untergebracht.
Aufgrund des annähernd runden Grundrisses ist die an der Seite gelegene Bühne vergleichsweise breit und flach, die ansteigenden Zuschauerränge werden immer breiter. Der Saal fasst 1250 Besucher.
1980 stürzte das Dach teilweise ein, weil der Stahlkern des vorderen Dachbogens durchgerostet war. Obwohl kein Nutzungskonzept bestand, wurde die Halle wegen ihres Symbolgehalts bis 1987 wiederaufgebaut. Seit 1989 wird sie unter dem etwas uneleganten Namen "Haus der Kulturen der Welt" als Veranstaltungs- und Ausstellungshaus genutzt, ebenfalls zu einigen Berliner Festspielen wie dem Jazzfest im November.
Nahe der Einfahrt wurde 1986/87 ein ca. 40 Meter hoher Glockenturm errichtet, der ein Glockenspiel mit 68 Glocken, ein sogenanntes Carillon, trägt. Der von den Architekten Bangert, Jansen, Scholz und Schultes entworfene vierteilige Pylon ist aus poliertem schwarzem Labradorgestein gearbeitet.

5. Museumsinsel

Auf der Nordseite der Spreeinsel in der Berliner Stadtmitte liegt einer der herausragenden Museumskomplexe Europas, die Museumsinsel. Im Laufe von 100 Jahren entstand bis 1930 ein Ensemble, an dem fünf Architekten beteiligt waren. Das 1999 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommene Gelände wird seit Ende der 1990er Jahre schrittweise restauriert und um ein neues Empfangsgebäude erweitert.
Auf der Insel besteht die Möglichkeit zwischen 5 verschiedenen Museen und zahlreichen Ausstellungen zu wählen. Das Alte und Neue Museum beherbergt in zwei außergewöhnlichen Bauten eine Vielzahl an Exponaten, die die Sammlung der Antike dokumentieren. In der Alten Nationalgalerie, die architektonisch einem Tempel ähnelt, werden Malerei und Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert präsentiert. Sakrale Kunstwerke aus Byzanz, sowie europäische Skulpturen und archäologische Funde aus der Antike können im Bode- und Pergamonmuseum betrachtet werden.

6. KaDeWe
Das international bekannte Kaufhaus des Westens, kurz KaDeWe genannt, ist das größte Warenhaus Europas und wird in einem Atemzug mit renommierten Häusern wie Harrods in London oder den Galeries Lafayette in Paris genannt.
Gegründet wurde das Kaufhaus im Jahre 1907 durch den Kaufmann Adolf Jandorf, knapp 20 Jahre später übernahm es Hermann Tietz, nach dem die Hertie- Warenhäuser benannt sind.
1950 wurde das KaDeWe nach umfangreichen Rekonstruktionsarbeiten, die aufgrund eines Brandes im Zweiten Weltkrieg nötig waren, wiedereröffnet. Gleich am ersten Verkaufstag strömten rund 180.000 Besucher in das Haus.
Heute bietet das Kaufhaus auf acht Etagen alles, was das Herz begehrt. Von Mode und Kosmetik über Spielwaren bis hin zur Inneneinrichtung werden täglich rund 50.000 Kunden aus aller Welt zufrieden gestellt. Kulinarisch erfreuen sich außerdem die Feinschmeckertage größter Beliebtheit. Das Angebot an Delikatessen aus zahlreichen Ländern kann an den diversen Theken oder im Restaurant gleich vor Ort probiert werden.

7. Zoologischer Garten
Der traditionsreiche Berliner Zoologische Garten liegt mitten im westlichen Teil der Stadt, nahe dem gleichnamigen Bahnhof. Er ist der älteste Zoo Deutschlands und ist auf der ganzen Welt für seine Artenvielfalt bekannt.
Berlin hat ein besonders inniges Verhältnis zu Tieren. Darum ist es also nicht verwunderlich, dass sich dort über 18.600 Tiere auf einem 33 Hektar großen Areal tummeln. Mit rund 1400 Arten (einschließlich des Aquariums) gehört der Zoo zu den artenreichsten und interessantesten Tierparks der Welt. Unvergessen ist der Eisbär Knut (2006–2011), der nach seiner Geburt im Gehege weltberühmt wurde.
Die Tieranlage wurde 1844 auf Initiative der Naturforscher Alexander von Humboldt und Martin Lichtenstein gegründet und wurde damit zum ersten Zoo Deutschlands. Mit Hilfe des Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné und namhafter Baumeister entstand ein attraktives Gelände mit Antilopenhaus (1872) und Persischem Turm (1910) für pferdeartige Tiere. Die Eingänge, das Löwentor am Hardenbergplatz und das Elefantentor an der Budapester Straße, werden auch heute noch als kleine Kunstwerke angesehen.
Für Tickets, Öffnungszeiten sowie einen genauen Plan der Anlage besuchen Sie bitte die offizielle Website des Berliner Zoos: www.zoo-berlin.de

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