22.08.2017 | 18:51


Heidelberg - die UNESCO Stadt der Literatur

Heidelberg - die UNESCO Stadt der Literatur

Wer Heidelberg besucht - beruflich oder privat - lernt eine Stadt kennen, die schon für Goethe „etwas Ideales“ hatte. Wenn Gäste aus dem Ausland ihr deutsches Lieblingsziel benennen sollen, wird am häufigsten das Heidelberger Schloss genannt. Rund 11,9 Millionen Gäste zählt die Stadt am Neckar jedes Jahr. Das Flair der historischen Universitätsstadt in schönster Lage, die sich städtebaulich, wirtschaftlich und ideell dynamisch weiterentwickelt, die Unterhaltung, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie für alle Ansprüche bietet, ist immer einen Besuch wert.

Ein Überblick über die Literaturlandschaft
Literatur ist in Heidelberg allgegenwärtig. Beim Spaziergang durch die Stadt findet man an jeder Ecke Buchhandlungen, Antiquariate, Verlage und Bibliotheken. Es vergeht kaum ein Tag ohne literarische Veranstaltung, kein Sommer ohne das Literaturfestival Heidelberger Literaturtage, kein Jahr ohne literarische Preisträger.
Ein Blick in die lebendige Autoren-, Übersetzer- und Theaterszene zeigt die hohe literarische Produktivität in der Neckarstadt. Auch für die Zukunft setzt Heidelberg alles daran, Literatur zu stärken.
Seit 1. Dezember 2014 ist die Stadt offizielles Mitglied im "UNESCO Creative Cities Netzwerk" als "UNESCO City of Literature".

Das Programm des ortsansässigen Literaturhauses konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte: Veranstaltungen vor Ort, deren Ausstrahlung bis weit in die Region hineinreichen kann, und Aktivitäten, die der überregionalen Vernetzung dienen.Es stellt einen Ort dar, der zum Forum wird für die Literatur in all ihren Ausprägungen in der deutschsprachigen und internationalen Belletristik und Poesie. Das Literaturhaus soll Neues anstoßen, nachhaltig fortentwickeln, Themen und Debatten im kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Umfeld über längere Zeit aus wechselnden Blickwinkeln betrachten und kritisch begleiten.

Für einen detaillieren und chronologisch angelegten Überblick über die literarische Geschichte Heidelsbergs, besuchen Sie bitte die offizielle Website der Stadt:
http://www.heidelberg.de/hd,Lde/HD/Erleben/Literaturgeschichte.html

Unsere 7 persönlichen Besichtigungstipps für Heidelberg
1. Heidelberger Schloss
Es ist weltberühmt und der Inbegriff deutscher Romantik – das Heidelberger Schloss. Majestätisch thront die Schlossruine über den Dächern der Altstadt. Fünf Jahrhunderte lang haben dort die Kurfürsten von der Pfalz residiert. 
Auch noch heute zieht das geheimnisvolle Schloss jedes Jahr mehrere Millionen Touristen in seinen Bann.

2. Philosophenweg
Auf dem Naturbalkon des Philosophenwegs sitzt jeder Zuschauer in der ersten Reihe und kann Natur und Ausblick auf die Stadt gleichzeitig auf sich wirken lassen. Ungeschützt gedeihen auf dieser Klima-Insel, die zu den wärmsten Stellen Deutschlands zählt, die Exoten; alles blüht um Wochen früher als im Tal.
Einst wandelten hier Gelehrte in steifen Gehröcken und lockerten ihre Gedanken beim Spaziergang: Der Heidelberger Philosophenweg am Sonnenhang des Heiligenberges führte schon manchen zu neuen Einsichten, auf jeden Fall aber zu einmaligen Ansichten Heidelbergs. Von diesem Platz an der Sonne aus, dessen mildes Klima und Vegetation an die Toskana erinnern, lässt sich der "Heidelberger Dreiklang" von Altstadt, Fluss und Bergen in Muße genießen.
Der Schlangenweg verbindet am steilen Hang des nördlichen Neckarufers die Alte Brücke mit dem Philosophenweg. Auf einem sehr steilen, einen knappen halben Kilometer langen Weg wird der Höhenunterscheid zwischen Neckarufer und den Gärten des Philosophenweges überwunden. Hinter fast jeder Kurve gibt es rondell-artig gemauerte Sitzecken: Aussichtspunkte, an denen der strapazierte Spaziergänger seinen Waden Erholung, und seinen Augen eine Weide gönnen kann.

3. Botanischer Garten
Der Botanische Garten der Universität Heidelberg wurde 1593 von Henricus Smetius, Professor für Medizin, als Medizinkräuter-Garten gegründet. Er gehört zu den ältesten Einrichtungen dieser Art und ist der drittälteste botanische Garten in ganz Deutschland.
Heute erfüllt die für die Wissenschaften bedeutende Forschungsstätte wichtige Aufgaben, die den Schutz pflanzlicher Biodiversität sowie die Unterrichtung der Biologie-Studenten und der Öffentlichkeit betreffen. Die Gewächshäuser beherbergen einmalige Sammlungen u.a. von Sukkulenten der Alten und Neuen Welt, von Bromelien und Orchideen. Im Freiland bieten Hochmoor, Heidemoor, Alpinum, Farnschlucht, Binnendüne, verunkrauteter Weinberg und "System" dem Besucher eine breite Palette interessanter Gewächse. Im Botanischen Garten sind zurzeit etwa 14.000 Pflanzenarten in Kultur.
Neben den regelmäßigen Sonntagsführungen finden auf Anfrage variable Veranstaltungen für Kinder- und Erwachsenengruppen statt, um die botanische Sammlung und die Anlagen unter fachkundiger Führung zu erleben.

4. Kornmarkt
Der Kornmarkt entstand im 16. Jahrhundert. Zuvor befand sich das Alte Spital auf dem Gelände des heutigen Kornmarkts. 1551 wurden die Gebäude an die Universität übertragen, doch befanden sie sich in einem so schlechten Zustand, dass die Universität sie nicht nutzen konnte. 1557 richtete der Stadtrat ein Gesuch an Kurfürst Ottheinrich, in dem er darum bat, die ehemaligen Spitalsgebäude abzureißen und einen Marktplatz auf dem Areal anlegen zu dürfen. Dem Gesuch wurde stattgegeben und der im Folgenden entstandene Milch- und Krautmarkt wurde, zur Unterscheidung von dem älteren Marktplatz an der Heiliggeistkirche, auch Neuer Markt genannt.
Die Bezeichnung Kornmarkt setzte sich allerdings erst im späten 17. Jahrhundert durch.
Heute wird der Kornmarkt durch den Muttergottesbrunnen geziert. An der Südostecke des Platzes sieht man ferner das Palais Graimberg. Im Westen wird der Kornmarkt durch den Nachfolgebau des Prinz Carl, Heidelbergs einstigem Luxushotel, abgegrenzt. Beim jährlichen Heidelberger Weihnachtsmarkt überstrahlen viele Lichter den Kornmarkt und tauchen Krippe, Stall und die Hütten in weihnachtlichen Glanz.

5. Kulturhaus Karlstorbahnhof

Musik, Theater, Kleinkunst, Kino, Partys und mehr bietet das Kulturhaus Karlstorbahnhof und ermöglicht so unterschiedlichsten Alters- und Interessengruppen lockeren Anschluss in ungezwungener Atmosphäre.
Das Musikprogramm im Karlstorbahnhof gehört heute zu dem Besten, was im süddeutschen Raum angeboten wird. Internationale Künstler, die sonst nur in den Medienstädten Hamburg, Berlin, Köln und München gastieren, machen auch immer öfter Halt im Karlstorbahnhof Heidelberg. Besonders als Musikclub für Live Acts und DJ-Sets hat der Karlstorbahnhof einen entsprechend guten Ruf. Mit Gastspielen von bekannten Künstlern sowie den Festivalreihen Carambolage (Kleinkunst, Comedy, Kabarett), den Theatertagen und dem Enjoy Jazz Festival macht der Karlstorbahnhof Heidelberg regelmäßig - auch über die Rhein-Neckar-Region hinaus - auf sich aufmerksam.

6. Museum für sakrale Kunst und Liturgie
Das Museum wurde zur 600-Jahrfeier der Universität Heidelberg am 4. Oktober 1986 eröffnet, zumal im 18. Jh. die Jesuiten die Universität leiteten und als Professoren tätig waren. Sie haben auch die Alte Universität gebaut und weitere zahlreiche große barocke Bauten geschaffen, die heute im Besitz der Universität sind. Hierüber berichtet das Museum für Sakrale Kunst und Liturgie. Es besitzt zudem die älteste Glocke von Heidelberg (ca. 1400).
Zahlreiche wertvolle Gold- und Silberschmiedearbeiten des 18. Jahrhunderts – zum Teil kurfürstliche Aufträge bei Augsburger Gold- und Silberschmieden – wie prachtvolle Kelche, Monstranzen, Geräte zum liturgischen Gebrauch, Leuchter, Reliquiare sind hier ausgestellt. Zu den Exponaten gehören außerdem verschiedene Ölgemälde zur Marienverehrung und zum Tode Jesu, die in der Schatzkammer zu sehen sind. Paramente, also kirchliche Gewänder des 18. Jahrhundert, schmücken einen ganzen Raum. Dies alles ist in Räumlichkeiten des Jesuitenkollegs ausgestellt, die auch einen Blick auf das Jesuitenkolleg und die Fassade der Jesuitenkirche bieten.
Zum Museum gehört zudem die linke Orgelempore mit Vitrinen, die liturgische Bücher zeigen und Sicht auf die Kapitelle sowie die Jesuitenkirche gewähren.

7. Zimmertheater
Das Zimmertheater Heidelberg ist weit über die Grenzen Heidelbergs bekannte älteste Zimmertheater Deutschlands. Es spielt En Suite und zeigt über mehrere Wochen oder Monate das gleiche Stück.
Gegründet am 8. Januar 1950 und mit einer Bühnengrösse 7,65 m breit und 4 m tief, präsentiert das Theater etwa 300 Vorstellungen pro Jahr, dass sich Zuschauer von den insgesamt 93 Sitzplätzen ansehen können.


Quelle: www.heidelberg-marketing.de

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