24.05.2016 | 13:39


 


Neue Kreativität

Neue Kreativität

Jeder Autor möchte, dass seine Gedichte kreativ, einfallsreich und auch individuell sind. Doch es ist schwer, sich nicht von anderen Autoren beeinflussen zu lassen und etwas vollkommen Neues zu schreiben. Damit es Ihnen nicht an den nötigen Denkanstößen für lyrische Inspiration fehlt, haben wir hier für Sie drei neue Art und Weisen, um neuen Zugang zur Sprache und Kreativität zu erhalten.

Textcollagen
Denken Sie nicht über Wörter nach, sondern finden Sie sie und zwar in Zeitungen oder Magazinen. Welche Wörter fallen Ihnen auf? Greifen Sie zur Schere und schneiden Sie sie aus. Legen Sie diese auf ein großes weißes Blatt Papier. Fangen Sie mit einem Wort an und lassen Sie es nach und nach immer mehr werden. Aber bleiben Sie dabei immer offen und versteifen Sie sich nicht auf der Suche nach bestimmten Wörtern, die zu dem ersten passen könnten.
Durch diese neue Zugangsart können Sie richtig nachvollziehen, wie die Sprache aus einzelnen Wörtern besteht und wie Ihr Gedicht Wort für Wort wächst.

Traumprotokoll
Kreativität finden Sie in sich selber bzw. in Ihren Träumen. Träume greifen auf das Unterbewusstsein des Menschen zu und lassen Erinnerungen und Gefühle aufleben. Nutzen Sie Ihre Träume! Denn diese sind gefüllt mit intensiven Empfindungen und vor allem zahlreichen Bildern, die meistens in der Realität nicht möglich wären. Das Problem ist, dass der Mensch sich nach dem Aufwachen nur an einen kleinen Teil seiner Träume erinnern kann.

Legen Sie sich dafür ein Traumprotokoll zu: Teilen Sie das Blatt in drei Spalten. In die linke notieren Sie in Stichpunkten Ihren Traum. Unterstreichen oder markieren Sie mit Farbe zwei, drei Wörter, die Ihnen am ehesten ins Auge fallen. Welche Assoziationen haben Sie? Schreiben Sie diese Gedanken in die mittlere Spalte. Die rechte Spalte ist unmittelbar für das sofortige Umsetzen und das Schreiben gedacht.

Mit Hilfe des Traumprotokolls erhalten Sie eine kreative Basis für Ihre Gedichte und Sie stärken auch die Erinnerung an die nächtlichen Bilder.

Buchstabenwürfel
Lassen Sie den Zufall entscheiden und würfeln Sie Ihre Wörter! Nehmen Sie einen oder mehrere Würfel und lesen Sie aus den gewürfelten Buchstaben Ihr Wort. Bilden Sie aus denselben Buchstaben so viele Wörter, wie Sie erkennen können, sodass Sie viele Anagramme erhalten. Diese können Sie dann nach dem Vorbild von Raoul Hausmann zu einem Gedicht zusammenfügen:

„Baumschulen“ von Raoul Hausmann

lausbumchen
baumschulen
schaumbulen
nebulschmau
uasbluchmen
nasechbulme
belschmenau
saulumbchen
buchensaulm
auchbulmsen
schmausblum

Sie können aber auch, sobald Sie ein Wort aus den Buchstaben gebildet haben, gleich das zweite würfeln.

Eine Alternative zu dem Buchstabenwürfel wären Scrabble-Steine. Hier können Sie eine bestimmte Zahl an Buchstaben ziehen und aus diesen ein oder mehrere Wörter lesen. Wenn Sie eines gefunden haben, dann legen Sie entweder alle Steine zur Seite und ziehen komplett neue, oder Sie ziehen – ganz im Sinne von Scrabble – nur so viele Steine, wie Sie verbraucht haben.

 

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